Pressemitteilung zur Zielvereinbarung zwischen TUD und SMWK

Die Mittelbauinitiative der Technischen Universität Dresden fordert mehr Vollzeitstellen sowie bessere Berufsperspektiven für den universitären Mittelbau. Anlass sind Verhandlungen zwischen TU Dresden und Wissenschaftsministerium über die Zielvereinbarung, mit der die grundsätzliche Entwicklung der Hochschule für die kommenden Jahre festgelegt werden soll.

Die Initiative hegt die Befürchtung, dass die neue Zielvereinbarung das Lehren unter Überlast vertraglich regeln und so die mangelhafte Personalausstattung vieler Institute und Lehrstühle konservieren könnte. Weil in manche Studiengänge bereits seit längerer Zeit mehr Studierende immatrikuliert werden, als die Personalausstattung der Hochschule eigentlich zuließe, liegt die Lehrauslastung mancherorts weit über dem auf Dauer erträglichen Niveau. Die Initiative fordert deshalb für die Zielvereinbarung eine Regelauslastung von 100%. „Der Freistaat ist hier zu einer Positionierung verpflichtet. Entweder müssen Haushaltsstellen geschaffen werden oder das Land muss sich dazu bekennen, die Studierendenzahlen reduzieren zu wollen, auch wenn die Staatsregierung das Gegenteil behauptet“, so Mathias Kuhnt, Sprecher der Initiative. Die Universität solle sich im Gegenzug dazu verpflichten, wissenschaftlichem Personal durch unbefristete Stellen auch langfristig eine berufliche und familiäre Perspektive zu bieten. Dies könne zum Beispiel in Form von Tenure-Track-Programmen geschehen. „Exzellenz in Lehre und Forschung kann nur durch kontinuierliche Beschäftigungsverhältnisse sichergestellt werden. Die TU braucht hier mehr Kontinuität, weshalb der Anteil unbefristet beschäftigter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mindestens 50% betragen muss“, fordert Kuhnt.

Die sächsischen Hochschulleitungen verhandeln derzeit mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) über Zielvereinbarungen für die kommenden Jahre. An der Technischen Universität Dresden steht dieser Prozess offenbar kurz vor dem Abschluss. Rektor Hans Müller-Steinhagen hat die universitären Gremien gebeten, bis Ende September Stellung zu dieser vom Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz geforderten Übereinkunft zu nehmen und Vorschläge zu unterbreiten.

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