Vollversammlung des Mittelbaus der TUD

am 26.11.2013, 17.00 Uhr, HSZ/02

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Situation des Mittelbaus an deutschen Hochschulen ist prekär: Beim Hangeln von einem befristeten Vertrag zum nächsten, der zudem (an der TUD) nur selten zum Beginn der Vertragslaufzeit vorliegt, bleibt die für Forschung und Lehre oder die weitere Qualifikation notwendige Planungssicherheit auf der Strecke – von den Bedingungen einer mittelfristigen Lebens- oder gar Familienplanung ganz zu schweigen. Angesichts von Studierendenzahlen, die die Kapazitätsgrenzen vieler Institute und Fakultäten weit überschritten haben, werden eine gute Lehre und Betreuung, die diesen Namen verdient, gerade dort unmöglich, wo die Verschulung des  Studiums sie mehr denn je erfordert. Der wachsende Drittmitteldruck ermöglicht unabhängige Forschung zunehmend nur noch auf der Grundlage riskanter Privatinitiative. Die Aushöhlung der klassischen relativ stabilen Beschäftigungsverhältnisse innerhalb des Mittelbaus kommt letztendlich einer Zerstörung der Universitäten von innen gleich.  Probleme lassen sich also viele benennen.


Um dem entgegenzuwirken, haben sich am 25. Juni 2013 ca. 70 Mittelbauer*innen aus nahezu allen Fakultäten zusammengefunden, um an der TUD eine Mittelbauinitiative ins Leben zu rufen. Das übergreifende Ziel war und ist es, die Situation der Beschäftigten des akademischen Mittelbaus und damit auch die Bedingungen von Forschung und Lehre zu verbessern. Mit der Mittelbauinitiative soll eine Plattform geschaffen werden, die erstmals die kollektiven Interessen des gesamten akademischen Personals artikuliert – also auch all jener, die aufgrund des Personalvertretungsgesetzes bislang keinerlei Interessenvertretung an der Uni haben.

Weil wir eine gute Lehre machen, unabhängig forschen und dabei selbst nicht auf der Strecke bleiben wollen, laden wir alle, denen die Zukunft der Universitäten und der eigenen akademischen Perspektiven ebenso wie uns Sorgen bereiten, ein, an der Vollversammlung des Akademischen Mittelbaus der TUD am 26. November 2013 um 17.00 Uhr im HSZ / 02 teilzunehmen. Dort will sich die Mittelbauinitiative vorstellen, wir wollen Ideen ansprechen, diskutieren und weiterentwickeln, mit denen sich gemeinsam etwas an der Situation des Mittelbaus ändern lässt – zunächst auf der Ebene der Universität, langfristig aber auch  auf der Ebene der strukturellen Ursachen die (wie das  Wissenschaftszeitvertragsgesetz) von der Landes- und Bundespolitik verantwortet sind.

Um den Einwand zu entkräften, bei den von uns vorgebrachten Problemen handele es sich um Einzelfälle, und bis es soweit ist, möchten wir Euch/Sie bitten, an unserer Befragung der Mitarbeiter*innen der TUD zur Beschäftigungssituation teilzunehmen.

Mit besten Grüßen und in der Hoffnung auf Eure/Ihre Beteiligung
Die Mittelbauinitiative Dresden

PS: Da es „den Mittelbau“ in unserem umfassenden Verständnis formal an der TUD nicht gibt und damit auch keinen vollständigen Email-Verteiler, sind wir auf Eure Hilfe angewiesen. Nach unserem Verständnis zählen zum Mittelbau alle Akademiker*innen an der Universität, die keinen Lehrstuhl innehaben, unabhängig von ihrem Status in der Selbstverwaltung und der Finanzierung. Doktorand*innen mit oder ohne Stipendium, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen an Lehrgebieten oder in Drittmittelprojekten, Wissenschaftliche Hilfskräfte, Lehrbeauftragte, Privatdozent*innen, Angestellte im Wissenschaftsmanagement und viele mehr. Bitte streut diese Information so weit wie möglich und sprecht insbesondere WHKs, Lehrbeauftragte, externe Promovierende, Kolleg*innen, die erst vor kurzem eingestellt wurden und Menschen, die auf Honorar- und Werkvertragsbasis arbeiten, an.

Wissen schafft Lücken - Befragung und Vollversammlung des akademischen Mittelbaus

Hier gibts’s den Flyer zum Selbstausdrucken.

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