Gründungsversammlung

Pressemitteilung

Gründung einer Mittelbauinitiative an der TU Dresden

Mit dem Ziel, die Situation der Beschäftigten des akademischen Mittelbaus zu verbessern, hat sich am 25. Juni 2013 an der TU Dresden eine Mittelbauinitiative gegründet. Der Ausgangspunkt sind die zu weiten Teilen prekären Beschäftigungsverhältnisse der akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Laut Auskunft der Landesregierung befinden sich derzeit 80% des wissenschaftlichen Personals an der TU Dresden in befristeten Arbeitsverhältnissen. Hinzu kommt, dass die Aufgaben in Forschung und Lehre an der TU Dresden durch eine große Zahl von Wissenschaftlichen Hilfskräften und Akademiker_innen mit Lehraufträgen übernommen werden.

Das von einigen „Betroffenen“ angeregte Gründungstreffen stieß auf großes Interesse. Insgesamt kamen rund 70 Personen, die gemeinsam den Wunsch teilten, aktiv an der Verbesserung der Verhältnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Wissenschaftsbetrieb zu arbeiten. „Wir freuen uns über die große Resonanz, auf die wir mit unserer Einladung gestoßen sind. Dies und auch die Gespräche unter den Anwesenden haben gezeigt, dass bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Wissenschaftsbetrieb an der TU ein großes Problembewusstsein vorherrscht und sich eine Verbesserung der momentanen Verhältnisse gewünscht wird“, so Mathias Kuhnt, einer der Initiatoren.

Mit der Mittelbauinitiative soll nun eine Plattform geschaffen werden, die erstmals die kollektive Interessenartikulation des gesamten akademischen Personals zum Thema hat – also auch derjenigen, die aufgrund des Personalvertretungsgesetzes bislang keine Interessenvertretung an der Uni haben. Dafür ist geplant, auf die an der Universität vorherrschenden prekären Arbeitsbedingungen und deren Auswirkungen auf Forschung und Lehre aufmerksam zu machen, um somit langfristig die derzeitige Situation zu verbessern. Einen Weg, wie dies gelingen kann, zeigte der Erfahrungsbericht von Ulrike Müller von der Mittelbauinitiative der Berliner Freien Universität.

Für die Beteiligten, die aus nahezu allen Fakultäten der TU Dresden kamen, stand zunächst der gemeinsame Austausch über die Situation der wissenschaftlich Beschäftigten sowie die Planung des weiteren Vorgehens im Vordergrund. Dieses soll u.a. eine Vollversammlung der akademischen Mitarbeiter_innen, eine Umfrage zur deren Situation und eine Veranstaltungsreihe zur Situation deutscher Universitäten umfassen.

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