Category Archives: Presse

PM: Offener Brief zum WissZeitVG

Mittelbauinitiativen fordern in offenem Brief umfassendere Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG)

Anlässlich der ersten Lesung des Entwurfs für ein Änderungsgesetz des WissZeitVG wenden sich Mittelbauinitiativen aus ganz Deutschland in einem offenen Brief an Bildungsministerin Wanka und die Abgeordneten des Bundestags.

Über Kritiken der Gewerkschaften hinausgehend fordern sie darin eine sehr viel konsequentere Reform. Denn an den für die betroffenen Wissenschaftler*innen biographisch und beruflich desaströsen Wirkungen des Gesetzes und dessen gegenwärtige Anwendungspraxis ändert die geplante Novellierung nichts. Die derzeitige Befristungspraxis führe zu einer „absurden Konsequenz“, die Tino Heim vom Sprecher*innen-Team der Mittelbauinitiative Dresden wie folgt erläutert: „Wir Wissenschaftler*innen werden unter dem Vorwand, dass wir uns für die Forschungs- und Lehrtätigkeiten, die wir fortwährend erfüllen, erst noch qualifizieren müssten, 2 mal 6 Jahre befristet beschäftigt. Sobald wir aber das sog. Qualifikationsziel – den Dr. habil. – erreichen, erwartet die Mehrzahl von uns ein faktisches Berufsverbot für ein ganzes Berufsfeld, in dem wir uns 12 Jahre lang bewährt haben. Denn die Möglichkeiten der sachgrundlosen Befristung sind dann ausgereizt und unbefristete Erwerbsverhältnisse unterhalb der wenigen Professuren gibt es kaum noch.“ Continue reading

Pressemitteilung zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Deutsche Mittelbauinitiativen weisen Forderungen der „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“ zurück und fordern Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

Anlässlich der Anhörung zum wissenschaftlichen Nachwuchs und der Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 29. Juni 2015 sowie vor dem Hintergrund des Briefes der „Allianz der Wissenschaftsorganisationen“ vom 03. Juni 2015 erklären Mittelbauinitiativen aus Dresden, Leipzig, Münster, Berlin und Mannheim, dass eine baldige Novellierung des Wissenschaftsgesetzes zwingend notwendig sei und begrüßen deshalb die angestoßene Debatte im Bundestag. Continue reading

Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag der Landesregierung

Mittelbauinitiative begrüßt positive Ansätze zur Verbesserung der Situation des akademischen Mittelbaus. Entscheidende Verbesserungen zur Überwindung der Unterfinanzierung sächsischer Hochschulen bleiben aber aus.

Pressemitteilung | 23.10.2014

Die Mittelbauinitiative der TU Dresden begrüßt die verschiedenen Ansätze im heute veröffentlichten Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. So will die neue Koalition verbindliche Mindeststandards für befristete Mitarbeiter festlegen. „Nun ist es wichtig, dass auch die betroffenen Mitarbeiter in den angesprochenen Dialog mit den Hochschulen miteinbezogen werden“, so Mathias Kuhnt, Sprecher der Initiative. „Auch den Anspruch, verlässliche Karriereperspektiven zu verankern begrüßen wir ausdrücklich und freuen uns, dass die Koalition an dieser Stelle Handlungsbedarf sieht“, so Kuhnt weiter.

Dass das Problem der mangelhaften Grundfinanzierung nicht wirklich gelöst werde, sei aber äußerst bedenklich. „Es wird an den Stellenkürzungen bis 2017 festgehalten. Auch die darüber hinausgehende Stellenkürzung von 754 Stellen ab 2017 ist keinesfalls vom Tisch, sondern ist an das Wohlverhalten der Universitäten gebunden“, so Kuhnt. Positiv sei zu bewerten, dass die frei werdenden BaföG-Mittel nicht zur Verhinderung der Kürzungen eingesetzt werden sollen. Ob und in welcher Form diese Mittel tatsächlich den Universitäten zukommen werden, bleibt aber weiterhin unklar. Eine von der CDU bereits ins Gespräch gebrachte Auflage von Drittmittelausschreibungen durch das Land würde aber einen Missstand fortsetzen, der mit der BaföG-Novelle durch den Bund eigentlich verringert werden sollte.

Auch dass Belastungen durch eine weitere Spezialisierung der Universitäten reduziert werden sollen, sei bedenklich. Mathias Kuhnt hierzu: „Die TU Dresden muss als Volluniversität erhalten bleiben. Alles andere wäre einer Landeshauptstadt unwürdig.“

Abbruch der Gespräche über eine Beschäftigungsvereinbarung

Mittelbauinitiative sieht Gespräche mit der TU Dresden zum Abschluss einer Beschäftigungsvereinbarung als vorläufig gescheitert an

Pressemitteilung | 25.09.2014

Seit Juli 2014 führt die Mittelbauinitiative mit dem Rektorat der TU Dresden Gespräche zum Abschluss einer Beschäftigungsvereinbarung. Darin geht es um die Vereinbarung von Mindeststandards für die Beschäftigung von Mitarbeitern an der TU Dresden. „Inzwischen sind sich wohl alle Akteure im Wissenschaftsbetrieb, so auch die Ministerin Prof. Dr. Schorlemer oder der Wissenschaftsrat, einig, dass die Situation des Mittelbaus an deutschen Universitäten und damit nicht zuletzt an der TU Dresden unbefriedigend ist“, so Mathias Kuhnt, Sprecher der Initiative. Als Konsequenz liefen an verschiedenen deutschen Universitäten Verhandlungen zu solchen Kodizes. So sei es unter anderem an der Universität Halle-Wittenberg gelungen, eine weitgehende Vereinbarung abzuschließen. Ziel solcher Vereinbarungen sei es, den wissenschaftlichen Mitarbeitern eine Karriereperspektive an den Universitäten zu bieten und das Unterlaufen von Tarifverträgen zu vermeiden. Continue reading